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Projekte und Bildungspartner

Der Fachbereich Sozialkunde am OSZ TIEM versteht sich als ein Partner in der politischen Bildungsarbeit. Deshalb ist es uns wichtig, Kontakte zu anderen Bildungsstätten und Lernorten der politischen Bildung zu unterhalten. Im Besonderen seien hier genannt:
  • Institutionen des Bundes (Bundestag, Bundesrat, Bundespresseamt),
  • Institutionen des Landes Berlin,
  • Gedenkstätten (Holocaustgedenkstätte, Gedenkstätte Hohenschönhausen),
  • Aktion Stolperstein
  • Jugendgeschichtswerkstatt Spandau,
  • einige Museen der Stadt Berlin und deren museumspädagogische Dienste.



Vorbilder - OSZ TIEM-Schülerwettbewerb 2010


   Link: Schülerwettbewerb

Würdigung der Preisträger des ersten Schulinternen Schülerwettbewerbs des OSZ-TIEM


Gedenkstätte Hohenschönhausen

Der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen ist für viele Klassen fester Bestandteil der Unterrichtseinheit "DDR - eine deutsche Diktatur". In der Begegnung und im Gespräch mit einem Zeitzeugen, der in der Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit wegen seiner politischen Meinung inhaftiert war, werden den Schülern die Strukturen der DDR-Gesellschaft, die von der SED-Partei beherrscht wurde, mangelnde Rechtssicherheit und fehlende Grundrechte im Alltag der DDR-Bürger deutlich. Schüler unserer Schule haben an den Schülerwettbewerben teilgenommen, die vom Leiter der Gedenkstätte Dr. Knaabe und Bildungssenator Prof. Dr. Zöllner ausgelobt wurden. Dabei haben einige Schüler des OSZ TIEM zu den Gewinnern des Wettbewerbs sowohl im Jahr 2008 als auch 2009 gehört.

Im Juni 2010 unterzeichneten die Leitungen von der Gedenkstätte und dem OSZ TIEM einen
Kooperationsvertrag.


   Beurteilung Beitrag OSZ TIEM.pdf
   BeurteilungBeitragAndreasFischer.pdf


   Link: www.stiftung-hsh.de




Aktion Stolperstein


Im Juni 2009 recherchierten die Schüler der Klasse EBT64A das Schicksal der Spandauer Familie Lieber. Diese Familie wurde im Dritten Reich deportiert und ermordet.
Flyer.pdf

Das Erinnern und Gedenken an den Holocaust gehört zu den dringenden Aufgaben politischen Unterrichts in Deutschland. Das Stolpersteinprojekt ist ein künstlerisch-kulturelles Dauerprojekt zur Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit. Die Stolpersteine sind in den Bürgersteig eingelassene Pflastersteine, deren Oberfläche mit einem Messingschild versehen ist, das den Namen, das Geburts- und Todesdatum sowie die Ortsangabe des Todes bzw. Mordes enthält. Der Stolperstein wird entweder dort gesetzt, wo dieser Mensch zuletzt wohnte oder als Zwangsarbeiter gearbeitet hat. Die folgenden Überlegungen haben dazu geführt, dass die Teilnahme an der Aktion Stolpersteine zum festen Bestandteil der pädagogischen Arbeit unseres Hauses gehören soll.
  • Mit der Durchführung solcher Unterrichtsreihen will unsere Schule zeigen, dass für sie der Paragraf 1 des Berliner Schulgesetzes nicht nur eine allgemeine Verpflichtung, sondern Anlass für konkrete Unterrichtsgestaltung ist.
  • Für die Vorbereitung und Durchführung solcher Projekte ist es unerlässlich, Kontakte mit anderen Institutionen zu knüpfen. So wird in diesem Fall mit folgenden Einrichtungen zusammengearbeitet:
    • Jugendgeschichtswerkstatt Spandau,
    • Landesarchiv Berlin,
    • Centrum Judaicum,
    • Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.
    Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist für alle Beteiligten bereichernd.
  • Die Betonung der Bedeutung von Erinnerungs- und Gedächtniskultur im Zusammenhang mit den Verbrechen des 3. Reiches im Berufsschulunterricht zeigen den künftigen Facharbeitern, dass dies ein gemeinsames, gesellschaftliches Anliegen und eine Verpflichtung der nächsten Generationen ist. Nicht nur Aufgabe von Politikern, Akademikern, Künstlern und Intellektuellen.
  • Technik darf nicht ohne Ethik gedacht werden. Das hat der Holocaust gezeigt - logistisch, verwaltungswissenschaftlich, technologisch furchtbar perfekt. Im Haus der Wannseekonferenz kann der Besucher die technischen Zeichnungen der Verbrennungsanlagen und Gaskammern sehen. Bereits geplant waren gigantische "Fahrstühle", deren Kabinen die Gaskammern waren und die zwischen "Umkleideräumen" und Krematorium pendeln sollten. Die Verantwortung, wem und wofür Technik dient, gilt nicht nur für Wissenschaftler und Ingenieure. Den künftigen Facharbeitern muss deutlich werden, dass im Anwenden ihres Fachwissens und in ihrem technischen Handeln stets die Frage nach Verantwortung gegenüber der Menschheit liegt. Die elektrischen Stacheldrahtzäune um die KZ- und Vernichtungslager wurden von Fachbetrieben des deutschen Handwerks installiert; die Rechnungen sind noch vorhanden. Deshalb müssen solche Unterrichtseinheiten zum festen Bestandteil technischer Berufsschulen gehören.
  • Öffentliche Veranstaltungen wie die Aktion Stolperstein machen deutlich, dass die Schule, deren Schüler sich bei solchen Projekten engagieren, sich in dieser Verantwortung weiß.
   Link: www.stolpersteine.com